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Allgemeine Pädiatrie

Körperliche und neurologische Untersuchung

Eine Untersuchung beginnt nicht erst beim Arzt, sondern schon an der Anmeldung, und zwar mit der „Anamnese“.
Dieser Begriff stammt aus der altgriechischen Sprache und bedeutet „Erinnerung“.
„Was weißt Du über Deine Krankheit, warum kommst Du hierher?“ – respektive bei kleinen Kindern: „Aus welchem Anlass stellen Sie Ihr Kind vor?“
Die Anamnese kann – je nach Krankheit – kurz oder auch sehr ausführlich ausfallen und ist oft wichtiger als die Untersuchung. Also wundern Sie sich bitte nicht, dass wir Ihrem Kind oder Ihnen zunächst „ein Loch in den Bauch“ fragen.

Wie die Anamnese, so kann je nach Anlass die Untersuchung einen unterschiedlichen Umfang einnehmen. Reicht bei einem Kind mit Bindehautentzündung eventuell ein Blick ins Auge, muss ein fieberndes Kleinkind meist komplett untersucht werden. Bei kooperativen Kindern können große Anteile eine solche Untersuchung spielerisch erfolgen, leider nicht alle. Dann heißt es für Eltern auch schon mal: „Zupacken!“ Gerade bei Kleinkindern ist die Untersuchung häufig mit Schreien, Flucht und Abwehr verbunden. Vielen Eltern ist das „Benehmen“ ihrer Kinder dann peinlich. Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen. Es gehört zur normalen Entwicklung eines Kindes, dass in bestimmten Phasen die Annäherung Fremder nicht toleriert wird. Der Kinderarzt ist SEHR fremd und kommt SEHR nah…

Laboruntersuchungen

Einige Untersuchungen dienen der patientennahen Sofortdiagnostik, einige werden in der Routine bestimmter Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt, andere werden verschickt. Dann ist das Ergebnis meist schon am nächsten Werktag da, aber durchaus nicht immer.
Eine Bitte in eigener Sache: Blutentnahmen sollen immer gezielt unter bestimmten Fragestellungen erfolgen; das gilt umso mehr im Kindesalter. „Mal Blut abnehmen“ ohne konkreten Anlass ist nie zielführend.

EKG

Die Ableitung der Herzströme ist nicht schmerzhaft und bietet oft eine gute Aussage über bestimmte Herzerkrankungen, noch besser natürlich über das Fehlen derselben. Mit Klebern, Klammern und Kabeln bestückt zu werden trifft aber durchaus nicht den Geschmack eines jeden Kindes. Ein Tipp: Das EKG beim Kleinkind können Sie zuhause mit Tesafilm und Paketschnur schon mal „üben“…

Blutdruckmessung

Alleine die Tatsache, dass in diesem Wort der Begriff Blut vorkommt, lässt bei vielen Kindern den Druck steigen, da sie damit fälschlich eine Blutabnahme verbinden. Dabei ist es recht einfach, das Wort zu vermeiden: Die Fachangestellten werden gebeten, den „Druck“ zu messen; Kleinkinder verstehen oft den Vergleich mit dem Schwimmflügel. Und der ist bekanntlich ungefährlich.

Lungenfunktionsdiagnostik

Eine „LuFu“ ist bei manchen kooperativen Kleinkindern durchaus schon im Alter von etwa fünf Jahren möglich und bei chronischen Atemwegserkrankungen oder dem Verdacht darauf auch sinnvoll. Oft erschrecken Kinder allerdings, wenn das Gerät sich während der Messung verschließt. Um das zu verhindern, kann man auch die Lungenfunktion daheim mit dem Kind „üben“. Wie? Das ist ein Geheimnis und wird nur im persönlichen Gespräch verraten…

Ultraschall

Der Ultraschall der Säuglingshüfte nach Graf ist eine anerkannte Methode, um frühzeitig, d.h. normalerweise im Rahmen der Vorsorge U3, Reifungsverzögerungen und Mangelentwicklungen zu erkennen und mit einfachen Hilfsmitteln zu behandeln, um später operative Eingriffe zu vermeiden. Bei auffälliger familiärer Vorgeschichte ist dieser Ultraschall auch früher möglich.
Auch bei Kleinkindern kann manchmal noch ein Ultraschall der Hüfte hilfreich sein: Zur Diagnose des „Hüftschnupfens“ (Coxitis fugax).
Zur Klärung oder zum Ausschluss struktureller, manchmal auch funktioneller Veränderungen ist der Ultraschall der Nieren, Harnwege und Bauchorgane eine schonende und schmerzfreie Methode. Wenn nur dieses kalte Gel nicht wäre.

Wie viel Prozent Sauerstoffsättigung hat mein Blut? Eine einfache „Wäscheklammer“ am Kabel klärt dies, kann Auskunft darüber geben, ob Luftnot objektiv kritisch ist und verrät ganz nebenbei noch die Herzfrequenz.